Pepper – Eine Einführung

Von Benjamin Tegeler

Grundlagen

Pepper ist ein humanoider Roboter von ca. 1,20m, der trotz seiner 28kg aufgrund des ungünstigen Schwerpunkts äußerst vorsichtig zu behandeln ist. Vor allem da trotz seiner sehr konservativen Collision Detection, seine Arme nicht mit Sensoren bestückt sind er also nicht stoppt, wenn etwas seinen Armen im Weg steht.
Seine Motoren sind so schwach ausgelegt, dass der Roboter praktisch keine Lasten bewegen kann. Dafür sind seine laut Hersteller 12 Stunden Batterielaufzeit durchaus lang.

Der wirklich beeindruckende Teil seiner Fähigkeiten liegt in seiner Software. Das Linuxbasierte NAOqi OS erlaubt Gesichts- und Spracherkennung, wodurch er sogar mit (großzügiger Toleranz) das Alter, Geschlecht und Gemütszustand seines aktuellen Gesprächspartners erkennen. Es gibt verschiedene Bereiche innerhalb deren er agiert. Innerhalb von Zone 1 kann man mit Pepper ein Gespräch führen, innerhalb von Zone 2 wird man erkannt und zur Interaktion aufgefordert. Dabei geht bei Standardeinstellung Zone 1 bis 1,5m und Zones 2 bis 2,5m. Zudem zeigen seine Augen den aktuellen Status – sind Sie blau hört er zu, bei grün verarbeitet er das Gesagte.

 

Zielsetzung

Erstellung neuer Software die Pepper für die Stadtsparkasse München (SSKM) nicht nur als PR-Gimmik sondern auch tatsächlich produktiv nutzbar machen. Dazu hat die SSKM zusammen mit Mitgliedern des Masters aus der Fakultät 10 (BWL) verschiedene Konzepte für die Bereiche der Privat- und Firmenkunden erstellt, die wir Wirtschaftsingenieure im Rahmen von Embedded Systems und IT-Projekt 2 umgesetzt haben.

Umsetzung

Aufgrund der sehr schwer überschaubaren Struktur innerhalb von Choreographe und der darin liegenden hohen Fehleranfälligkeit wurden die beiden Programme über eine lokale HTML-Website umgesetzt, über die wir auch auf die Gesten und Sprachausgabe von Pepper zugegriffen haben. Zusätzlich ist eine tatsächliche Interaktion mit dem User möglich, und die Ausgabe der innerhalb eines Formulars erfassten Daten über E-Mail. Dies stellt einen deutlichen Fortschritt gegenüber der bisher verwendeten Software dar, welche Pepper nur zur Darstellung von Inhalten aber nicht wirklich interaktiv nutzen konnte.   

Die Software kam beim Vorstand sehr gut an und kann auf unserem Stand am 18.12, wenn auch ohne Pepper bewundert werden.